Per DU oder per SIE? Das Duzen wird immer mehr zum Trend. Aber ist das wirklich schlau? Wo und wann kann das heikel sein? Wie sind die Regeln?

Duzis mit dem CEO

In Unternehmen wird zunehmend aufs Siezen verzichtet. Droht die Verluderung der Umgangsformen, oder wird damit das Betriebsklima verbessert?

Allen kann man es nie recht machen. Mit ziemlicher Sicherheit schläft die 42-jährige Lehrerin schlecht, nachdem sie im Veloladen vom Verkäufer plötzlich mit «Frau Meier» angesprochen worden ist. Denn beim Fahrradmechaniker sagt sich eigentlich jeder, wirklich jeder, der nicht am Gehstock geht, «Du».

Doch da gibt es auch diese Geschichte, die jüngst ein guter Freund erzählt hat: Er war im szenigen Restaurant Krokodil an der Zürcher Langstrasse und wurde von der jungen, hübschen Kellnerin mit einer Selbstverständlichkeit geduzt, die ihn doch zünftig ge­ärgert hat. Der Freund ist 73.

Sie? Du? Man könnte meinen, diesbezüglich herrsche in heutigen Zeiten der komplette Wildwuchs. Was den Anstand angeht, sei die Gesellschaft am Ver­ludern. Doch dies relativiert Hanspeter Vochezer, der regelmässig Manager im korrekten Auftreten schult: «Natürlich nehmen es ganz viele junge Leute mit den Umgangsformen allzu easy», sagt er. «Dafür wird in vielen Branchen wieder deutlich mehr Wert auf sie gelegt als auch schon.» Als Beispiele nennt er das Versicherungs- oder das Banken­gewerbe, wo Stil und Knigge noch immer hoch geschätzt würden…. Ganzer Artikel: http://desktop.12app.ch/articles/26824558