Autisten haben eine andere Wahrnehmung ihrer Umwelt und auch eine andere Art der Kommunikation. Viele von Ihnen müssen mühsam „Small Talk“, Ironie und andere Kommunikationsarten erlernen. Den ganzen Artikel und mehr zum Thema Asperger-Autismus/Asperger-Syndrom hier: http://asperger-autismus.ch/

slide-1Die Symptome und die individuellen Ausprägungen des Autismus sind vielfältig. Auffälligkeiten im Sozialverhalten sind zentrales Merkmal der Störungen des autistischen Spektrums.

Menschen mit Autismus sind häufig nicht so sehr an engen Sozialbeziehungen interessiert oder haben Schwierigkeiten, solche zu gestalten.

Vieles auf einen Blick in dieser Grafik hier:

 

 

Allen autistischen Behinderungen sind Beeinträchtigungen des Sozialverhaltens gemeinsam: Schwierigkeiten, mit Menschen zu sprechen, Gesagtes korrekt zu interpretieren, Mimik/Körpersprache einzusetzen und zu verstehen. Viele haben Schwierigkeiten, andere Menschen zu erkennen. Diese Gesichtsblindheit (Prosopagnosie) kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Autistische Menschen zeigen grundlegende Unterschiede gegenüber NTs (nicht-autistischen Menschen) in der Verarbeitung von Sinneseindrücken und in der Art ihrer Wahrnehmungsleistungen.

Beispiele dafür sind: Wortwörtlichkeit, Nicht-Beachten oder Nicht-Verstehen von Tonfall, Mimik, Gestik und Körperhaltung, Bevorzugung konkreter Fakten, gleichförmiger Gebrauch von Satzstrukturen, fehlende Strategien zur Kontaktaufnahme und zum Beginn einer Interaktion, Schwierigkeit, Zusammenhänge herzustellen und somit Bedeutungen aufzubauen.

 

Körperkontakt

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Berührungen können für autistische Menschen extrem unangehm sein. Autisten haben ein individuell unterschiedlich ausgeprägtes Bedürfnis nach Körperkontakt. Einerseits nehmen manche mit fremden Menschen direkten und teils sozial unangemessenen Kontakt auf, andererseits kann auch jede Berührung für sie aufgrund der Überempfindlichkeit ihres Tastsinns unangenehm sein und sogar Schmerzen auslösen (wie ein „Blitzschlag“). Die allermeisten Autisten haben in Menschenmengen extreme Probleme mit Körperkontakt von fremden Menschen.

 

 

Soziale Interaktion bei Asperger Autisten

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Von aussen betrachtet scheinen Personen mit Asperger-Syndrom oft nicht an ihren Mitmenschen interessiert zu sein. Es gibt jedoch eine Vielzahl von Belegen dafür, dass sie ein grosses Interesse an sozialer Interaktion haben, jedoch nicht wissen, wie dies zu bewerkstelligen ist. Schwierigkeiten, die Körpersprache und Mimik anderer zu erkennen, spielen dabei eine Rolle und werden als „mangelnde Empathiefähigkeit“ interpretiert.

Menschen mit Autismus haben Schwierigkeiten beim Initiieren und Aufrechterhalten von sozialen Interaktionen. Ein passives Verhalten weist nicht zwangsläufig auf mangelndes Interesse an anderen hin, sondern auch auf die Unfähigkeit, dieses Interesse in angemessene und Erfolg versprechende Handlungen einmünden zu lassen. Sie sind oft auf die Unterstützung durch andere angewiesen. Dies erklärt auch, warum Menschen mit Autismus oft eher den Kontakt zu Betreuungspersonen suchen, die aufgrund ihrer Rolle eher bereit sind, diese Unterstützung zu bieten als Gleichaltrige.

Auch fühlen sich Asperger nicht wohl in grossen Menschenmengen oder Gruppen (Familienfeste), da sie mit der Reizfilterung Probleme haben. Dies überlastet sie sehr schnell und daher meiden sie eher Menschengruppierungen. Oftmals wird dies von Aussenstehenden als „unsozial“ empfunden, da sie die Hintergründe für ein „Fernbleiben“ nicht kennen.

 

Detailwahrnehmung

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Autistische Menschen reagieren häufig schnell erregt bei Veränderungen in der Umwelt und in Routinen, selbst dann wenn es sich in den Augen anderer um geringfügige Veränderungen handelt. Sie scheinen Details deutlicher wahrzunehmen. Ihre Wahrnehmung kann mit der Funktion eines Punktscheinwerfers verglichen werden, der einen kleinen Bereich intensiv ausleuchtet, das Ganze aber nicht überblicken kann. Sie orientieren sich stärker an Details und erkennen häufig nicht den Gesamtzusammenhang. Fehlen dann genau diese für sie sinnstiftenden kleinen Details, so kann dies dazu führen, dass für die Person mit Autismus die gesamte Situation bzw. Handlung ihre bekannte Bedeutung und Sinnhaftigkeit verliert. Die Folge davon ist Stress, der sich in Angst- und Panikreaktionen zeigt.

Auf diesem Hintergrund erscheinen das oft beobachtete Beharren auf Gleichförmigkeit und ritualisierte oder sogar zwanghafte Verhaltensweisen als angemessene Versuche, die Bedeutung der Situation zu erhalten und die Orientierung in der Umwelt wiederzufinden.

 

Kommunikation bei Asperger-Autisten

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In der Kommunikation mit anderen Menschen haben autistische Menschen Schwierigkeiten, Gesagtes über die genaue Wortbedeutung hinaus zu verstehen, zwischen den Zeilen zu lesen. Sagt man also: „Du stehst auf dem Schlauch“, wird ein Autist dies wörtlich verstehen und zu seinen Füssen hinunter schauen. Auch Sprüche wie: „Ich reiss mir ein Bein aus“, können Autisten total verstören, da sie das wortwörtlich verstehen.

Vor diesem Hintergrund ist verstehende Kommunikation mit einem Autisten schwer. Emotionen werden oft falsch gedeutet oder gar nicht erst verstanden. Diese möglichen Probleme müssen bei der Kontaktaufnahme berücksichtigt werden und verlangen ein grosses Einfühlungs- und Vorstellungsvermögen.

„Bei vielen Aspergern fällt eine „altkluge“ Sprechweise auf. Als Kind wirken sie daher schon oft wie kleine Erwachsene.“

„Viele Asperger sind auf bestimmt Themen fixiert und reden unaufhörlich darüber.“

Viele Asperger Autisten lernen mit den Jahren die Kunst der Kommunikation (Small Talk, Sprichwörter) auswendig und schaffen es so, weniger aufzufallen. Vorallem Frauen mit Asperger Syndrom lernen schneller, ihre Symptome zu überspielen. Einige Frauen mit AS entwickeln im Laufe der Zeit immense Anpassungs- und Tarnstrategien, hinter denen sie sich verstecken, um nicht aufzufallen. Sie spielen eine Rolle in einer ausgeprägten Perfektion, um im Alltag zu funktionieren.

 

Blickkontakt

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Für die Kontaktaufnahme und -aufrechterhaltung spielt normalerweise der Augenkontakt eine wesentliche Rolle. Autistische Menschen weisen oft Auffälligkeiten im Blickkontakt auf. Sie meiden ihn entweder ganz, starren eher als dass sie den anderen ansehen oder scheinen durch ihn hindurch zu schauen. Es fällt ihnen schwer den emotionalen Gehalt eines Gesichtsausdrucks zu interpretieren und entsprechend haben sie Probleme, sich in ihrem Verhalten darauf einzustellen.

 

 

 

Quelle http://asperger-autismus.ch:

http://asperger-autismus.ch/asperger_symptome/soziale-probleme/